Erneuerbare Energien

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Erneuerbare Energiequellen (wie Wasser- und Windkraft, Photovoltaik, Geothermie oder Biomasse und Biogas) sollen zu den "natürlichen“ Energiequellen der Stromzukunft werden und langfristig die Stromerzeugung aus CO2-haltigen fossilen Energieträgern (wie Kohle, Erdöl und Erdgas) schrittweise ablösen.

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Facts & Figures

Wie viel Energie kann zum Beispiel die Sonne liefern?

Die Sonne liefert in einer Viertelstunde so viel Energie wie die gesamte Menschheit in einem ganzen Jahr verbraucht! Und das nach einer Wegstrecke von acht Lichtminuten für 150 Mio. Kilometer von der Sonne bis zur Erde.

Wie wird Wind zu elektrischem Licht?

  • Natürlich vorkommende Primär-Energieträger sind Kohle, Erdöl, Erdgas, Biomasse, Wasser, Wind und Sonne.
  • Wenn kinetische Energie der Windkraft oder chemische Verbrennungsenergie von Erdgas mittels Turbine und Generator zu elektrischem Strom wird, nennt man den Strom die Sekundär-Energie.
  • End(=Nutz)-Energie ist schließlich die Wärme oder das Licht, die wir mit Hilfe des Stroms im Haushalt nutzen.

Wenn Strom erzeugt wird, passiert Energieumwandlung

Das Bild anbei stellt ein Beispiel zur Umwandlung der Energie dar: Als Erstes wird im Dampferzeuger des Kraftwerkes chemische Verbrennungsenergie in Wärmeenergie umgewandelt. Im zweiten Schritt wandelt die Turbine die Wärmeenergie in Rotationsenergie um. Der Generator schließlich wandelt die Rotationsenergie in elektrische Energie um, die vom Stromnetz in die Haushalte transportiert wird.

Wo stehen in Österreich die größten Windräder?

In Potzneusiedl im Burgenland stehen zwei Windräder, die jeweils eine Nabenhöhe (d.h. vom Sockel bis zum Mittelpunkt der Rotorbefestigung) von 135 Meter haben – das ist so hoch wie der Wiener Stephansdom. Die Windräder gehören zu den größten der Welt. Eines dieser Windräder hat eine maximale Leistung von 7,5 Megawatt und kann damit theoretisch 4000 Haushalte (oder 10.000 Menschen) mit Ökostrom versorgen. Das sind so viele Einwohner, wie sie die Stadt Güssing hat. Dazu erntet die Windkraftanlage mit ihrem Rotor die kinetische Energie des Windes, wandelt sie in elektrische Energie um und speist diese dann in das Stromnetz ein.

Mehrfache Energie-Nutzung in einer Kraftwerksanlage - wie geht das?

Einerseits: Im Laufwasser-Kraftwerk Aschach an der Donau befindet sich zwischen Wehranlage und Schleusen das Maschinenhaus: Vier Maschinensätze liefern elektrischen Strom (Energieform Strom) in das öffentliche Stromnetz. Jeder dieser Maschinensätze besteht aus einer Kaplan-Turbine und einem Drehstromgenerator. Der Durchmesser eines Laufrades der Turbine beträgt 8,6 m – im Vergleich: Der bis dato größte bekannte Mensch der Welt war 2,72 m groß!

… und andererseits: Über eine Großwärmepumpe wird die Abwärme der Maschinen (Energieform Reibungs-Wärme) in die Fernwärmeversorgung der umliegenden Gemeinden Aschach und Hartkirchen geleitet. Außerdem verhindert ein Turbineneinlauf-Rechen das Eindringen von Schwemmgut in die Turbinen. Das anfallende Schwemmgut wird von Metall- und Plastikteilen befreit, anschließend zu Hackschnitzel zerkleinert und in acht Silos gelagert. Die Hackschnitzel werden in Biomassekesseln verbrannt, die entstehende Wärme (Energieform Verbrennungs-Wärme) in das Fernwärmenetz geleitet und damit zwei umliegende Gemeinden versorgt.

Drei W zur Photovoltaik:

Unter Photovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Lichtenergie (meist Sonnenlicht) in elektrische Energie: und zwar mit Hilfe von Solarzellen. Die so erzeugte Elektrizität kann direkt genutzt oder in Stromnetze eingespeist werden. Fakt 1: Stromnetze werden mit Wechselstrom betrieben, die Solarzellen erzeugen jedoch Gleichspannung. Also muss der Gleichstrom zuerst von einem Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt werden, bevor er in Stromnetze eingespeist werden kann. Fakt 2: Die meisten Solarzellen bei uns erreichen einen Wirkungsgrad zwischen 10 und 20 Prozent. Der Wirkungsgrad ist das Verhältnis zwischen erzeugter elektrischer Leistung und eingestrahlter Lichtleistung. Fakt 3: Wenn Solarzellen verschmutzen – beispielsweise durch Pollen, Ruß aus Heizungen sowie Vogelkot – sind die Solarmodule wärmer und produzieren weniger Strom. Deshalb ist es wichtig, die Anlage regelmäßig zu reinigen. Die Verschmutzung kann man mit einer Wärmebildkamera feststellen.

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