Smart Home der Zukunft

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Smart Home, Smart Meter und Smart Grids sind Elemente des "intelligenten" Stromsystems der Zukunft: Heute sind noch viele Teile des Stromnetzes nicht zusätzlich digital miteinander vernetzt und der Strom fließt nur in eine Richtung. Aber das Stromnetz von morgen soll schlau werden und – wie das Internet die Daten – den Strom in zwei Richtungen ("up and down") fließen lassen. Natürlich soll auch der Stromkunde schlauer werden  indem er als "Pro-sumer" in seinem Smart Home Energie effizienter nutzt: einerseits als Producer, der z. B. Strom am Hausdach mit Photovoltaik-Anlagen selbst erzeugen, andererseits als Consumer, der Strom zu bestimmten Zeiten nutzt, etwa dann wenn viel Windenergie zur Verfügung steht oder das Netz gerade wenig belastet ist, d. h. wenig Strom transportiert.

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Facts & Figures

Strom oder Zigaretten - wofür gibt der Österreicher mehr aus?

2910.- Euro hat ein österreichischer Haushalt durchschnittlich pro Monat in der Geldbörse. Am meisten geben die Menschen für das Wohnen aus – rund 25 Prozent (meist) für die Miete. Für Energie im Haushalt – z. B. Warmwasser und die Heizung – geben wir rund 5 Prozent vom Haushaltsbudget aus. Für Strom geben wir lediglich rund 2 Prozent davon aus. Zum Vergleich: der österreichische Haushalt gibt für Alkohol und Zigaretten mehr aus, als für Strom, nämlich 2,4 Prozent.

 

Was ist ein Smart Meter?

Ein Smart Meter ist ein intelligenter, digitaler Stromzähler, der den Stromverbrauch aufzeichnet und Stromdaten nicht nur ins Stromnetz hineinsenden sondern auch aus dem Smart Grid (Stromnetz) heraus empfangen kann. Neu wird damit, dass der Stromkunde täglich sehen wird können, wie viel Strom er wann verbraucht hat. Damit kann er seinen Stromverbrauch bewusst steuern. In Österreich ist geplant, bis 2019 die Zukunftstechnologie Smart Meter flächendeckend umzusetzen.

 

Was kann man eigentlich mit einer Kilowattstunde (kWh) Strom alles machen?

  • 25 Stunden am Laptop arbeiten (bei 40 Watt Leistung)
  • 5,6 kg Schmutzwäsche waschen
  • 133 Toastbrote toasten
  • 15 Stunden fernsehen
  • 21 Minuten lang mit einer U-Bahn fahren

 

Was ist ein Smart Grid?

Ein Smart Grid ist ein schlaues Stromnetz, welches künftig die verschiedenen "Netzkomponenten" wie Stromerzeuger (große herkömmliche Kraftwerke sowie kleine dezentrale Kraftwerke), Stromspeicher (Pumpspeicher-Kraftwerk, künftig u. a. "Hochleistungs"-Batterien) und Stromverbraucher energie-effizient steuern soll. Das Smart Grid muss dann einerseits alle Anforderungen erfüllen, die das Stromnetz heute schon kann: das sind Versorgungssicherheit und Energietransport zu leistbaren Preisen. Andererseits soll es zusätzlich ermöglichen, dass die Lastflüsse der

  1. volatilen (d. h. schwankenden), CO2-arme Energieerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind und Sonne sowie der
  2. dezentralen Energieerzeugung z. B. in großen Windparks effizient bewältigt werden können und dass
  3. künftig Konsumenten auf Energiepreise und Netzsituation reagieren können, indem sie den Verbrauch anpassen. Also: Das Elektroauto dann laden, wenn das Netz es erfordert oder die Strompreissituation es begünstigt und nicht dann, wenn das Stromnetz an seiner Leistungsgrenze ist, weil es gerade sehr viel Photovoltaik-Strom aufnehmen muss.

 

Was ist ein Smart Home?

Im Smart Home der Zukunft sorgt der Smart Meter dafür, dass der Stromkunde wissen kann, zu welcher Zeit er wie viel Strom konsumiert oder auch – z. B. am Photovoltaik-Dach – selbst produziert. Den "Stromstand" beim Kunden und im Netz kennt der Smart Meter, indem er mit den Geräten im Haus und dem Smart Grid kommuniziert. Und der Stromerzeuger wird dem Stromkunden Smart Pricing anbieten können: Damit kann der Stromkunde z. B. wählen, ob er Strom – u.a. für das Elektromobil – zu einer Zeit kauft, zu welcher z.B. sehr viel Windstrom produziert werden kann. Der smarte Kunde wird Strom bewusst und effizient nutzen und produzieren können.

 

Wie nützt ein "Haushalt" eigentlich seine Energie(n)? 

  • Das Heizen (z. B. Gas-, Elektro-, Ölheizung) braucht 50 Prozent der Gesamtenergie,
  • das Auto 30 Prozent (fossiler Kraftstoff)
  • Warmwasser 10 Prozent
  • Elektrogeräte einschließlich der Geräte für Konsumelektronik 9 Prozent und die
  • Beleuchtung 1 Prozent

 

Erzeugt eine Glühlampe nur Licht?

  • 5 Prozent der zugeführten elektrischen Energie werden in Licht umgewandelt und
  • 95 Prozent werden als Wärme frei.

Zum Vergleich: Ein LED-Chip macht mit der gleichen Energie 10 mal mehr Licht, d. h. er hat einen Wirkungsgrad von ca. 50 Prozent.

 

Wie wird die elektrische Energie im Haushalt verwendet?

Den größten Teil der fossilen Energie im Haushalt brauchen wir für das Autofahren – das ist die fossile Energie aus Erdöl. Dann brauchen wir elektrische Energie, d. h. Strom für z. B. das Aufheizen des Warmwassers oder den Computer. Zum Heizen verwenden wir vielfach die Energiequelle Gas.